23.10.2009 - Max Mannheimer - Ein Überlebender des Holocaust bei uns an der Hauptschule

Einer von wenigen noch lebenden Zeitzeugen des Nationalsozialismus und seiner unvorstellbaren Gräueltaten, Herr Dr. Mannheimer, war am 23. Oktober bei uns in Stockstadt zu Gast, am Tag vorher in der Dalberg-Hauptschule in Aschaffenburg.

Er selbst, der inzwischen 89 Jahre alt ist, hat den Nazi-Terror und die Unmenschlichkeit in verschiedenen Konzentrationslagern (Theresienstadt, Auschwitz-Birkenau und Dachau) selbst am eigenen Leibe und an der eigenen  Familie erfahren. Übrigens haben von seiner großen Familie nur er und sein Bruder diese schreckliche Zeit überlebt. Mit seinen Ausführungen über sein Leben hat uns Mannheimer zutiefst betroffen gemacht. Besonders still war es in der Aula geworden, als er uns seinen linken Unterarm mit der Tätowierung der Lagernummer zeigte.

Unter den aufmerksamen Zuhörern in der Aula waren auch die 9. Klassen aus Mainaschaff mit ihren Lehrern, interessierte Eltern, Herr Withelm und andere Lehrer, Herr Bürgermeister Wolf, Herr Hartmann (Schulrat), Herr Pfarrer Schwarzkopf und nicht zuletzt zwei Vertreter der Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau, die den Vortrag durch eine großzügige Spende ermöglichte.

Am Ende der Veranstaltung gab uns Herr Mannheimer einen guten Rat:
Wir sollen so viel lernen, wie wir nur können, weil uns niemand wegnehmen kann, was wir einmal gelernt haben. Und – wir sollen es immer wieder weitererzählen, was wir über den Nationalsozialismus und die Massenmorde des nationalsozialistischen Regimes an der jüdischen Bevölkerung ganz Europas erfahren haben.

WEHRET DEM VERGESSEN!

Am Ende bedankten sich unsere Schulsprecher mit einer weißen Rose und einem kleinen Geschenk. Dann trauten wir uns, Herrn Mannheimer noch Fragen zu stellen, die uns im GSE-Unterricht oder auch ganz persönlich beschäftigten und die wir zuvor im Unterricht in Gruppenarbeit vorbereitet hatten.
Da Herr Mannheimer am Vormittag noch einen weiteren Termin an der Schönberg-Hauptschule wahrnehmen wollte und er außerdem sehr erschöpft war, bat er uns, ihm die restlichen Fragen zu schicken – was wir auch tun werden – und versprach uns, sie in einem Brief zu beantworten.

Wir wünschen Herrn Mannheimer, dass er noch viele, viele Jugendliche mit seinem Vortrag erreichen kann (das hat er sich zur Aufgabe gemacht) und bedanken uns sehr herzlich bei ihm.

Presseteam der 9 b