Die Adventszeit hat in und um unsere Schule wieder Einzug gehalten.

Sterne in der Aula, am Baum, an den Klassenzimmerfenstern, Nussknacker an den Aulafenstern, Äpfel, Nüsse und Mandeln an den Türen, Lichter am großen Tannenbaum vor unserer Schule.

Ja, das hatten wir so oder ähnlich jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit.

Doch dieses Jahr ist etwas anders in unserer Aula –

unser Adventskranz hat nicht 4 Kerzen – eine für jeden Adventssonntag, sondern 24 Kerzen

– weshalb denn das?

Die Sitte des Adventskranzes geht zurück auf Johann Hinrich Wichern, den Gründer des „Rauhen Hauses" in Hamburg. Zu einer Zeit, die weder Krankenkassen und Altersrenten noch eine allgemeine Schulpflicht kannte, war das soziale Elend in Hamburg groß. Um Kindern aus schwierigen sozialen Verhältnissen zu helfen, regte er an, „Rettungshäuser" einzurichten. Im „Rauhen Haus" sollten bedürftigen Kindern durch Unterricht in Lesen und Schreiben und durch Gottesdienst und Gebet sowohl materiell als auch spirituell eine Zukunftsperspektive bekommen. Wichern hat im Dezember 1838 seinen Zöglingen an jedem Tag des Advents eine Kerze entzündet und sie auf einen Holzkranz gesteckt. Zu Weihnachten erhellte dieser Lichterkranz feierlich den Saal.

Das Kerzenlicht ist Symbol für Christus, das Licht der Welt. In den darauf folgenden Jahren wurden die Wände des Saals mit grünen Zweigen geschmückt, bis man 1860 auch den Holzreifen mit Tannenreisig umwand.

Damit war der Adventskranz geboren. Dieser Brauch hielt zunächst in evangelischen Familien Einzug, 1925 hing in Köln zum ersten Mal ein Adventskranz in einer katholischen Kirche.

In unserer Aula hängt ja seit diesem Jahr nun auch ein Reisigkranz, der jahreszeitlich immer „aufgepeppt" wird.

Und in dieser Adventszeit nun mit 24 Kerzen – für jeden neuen Adventstag eine weitere Kerze – auf dass es hell in unserer Aula aber auch ein wenig heller in uns wird.